Altenpfleger Jobs 2017-11-22T10:12:43+00:00

Das gehört zum Altenpfleger Job

Altenpfleger Jobs zeichnen sich durch die Pflege älterer Menschen im Rahmen der ambulanten und häuslichen Krankenpflege sowie der stationären Betreuung in Alten- und Pflegeheimen aus. Altenpfleger/innen unterstützen die Menschen bei der Alltagsbewältigung, beraten sie, motivieren sie zu sinnvoller Beschäftigung und nehmen pflegerisch-medizinische Aufgaben wahr.

Die Altenpflege stellt hohe Anforderungen sowohl an die pflegerischen, psychologischen als auch sozialen Kompetenzen. Eine Altenpflegerin/ein Altenpfleger muss in der Lage sein, sowohl medizinische Behandlungspflege als auch sozialpflegerische/ psychiatrische Betreuung selbstständig und im Zusammenwirken mit anderen Berufsgruppen umzusetzen. Die Pfleger/innen haben ein gutes Gespür für die besonderen Probleme und Herausforderungen der älteren Generation, auch im Umgang mit Verwirrten und Dementen. Sie können körperlich „anpacken“, schrecken zudem vor Verwaltungs- und Organisationsaufgaben nicht zurück und wissen, wie das deutsche Sozialsystem funktioniert. Sie sind wichtige Ansprechpartner für Ärzte, Therapeuten, Angehörige und nicht zuletzt natürlich für die Pflegebedürftigen selbst. Ein Job als Altenpfleger/in ist also sowohl körperlich als auch geistig anspruchsvoll – aber auch sehr zukunftssicher.

Im fortgeschrittenen Alter ist die eigenständige Versorgung häufig nicht mehr uneingeschränkt möglich. Die Angehörigen sind damit überfordert oder können aus zeitlichen Gründen nicht in vollem Umfang für Eltern und Schwiegereltern da sein. Der Altenpfleger Beruf zielt darauf ab, alten Menschen im Alltag zur Seite zu stehen und eine möglichst selbständige Lebensgestaltung zu gewährleisten. Deshalb gehören die individuelle und ganzheitliche Pflege zu den wichtigsten Altenpfleger Aufgaben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Pflege unbedingt an den Gesundheitszustand und an die Bedürfnisse der Senioren angepasst wird. Letztlich geht es bei dem Altenpfleger Job darum, die Lebenszufriedenheit auch im hohen Alter zu fördern und auch die Angehörigen zu unterstützen. Für sie kann die menschenwürdige Begleitung von Sterbenden ganz wichtig sein, doch auch die kompetente Betreuung von Senioren, die sich nicht mehr selbst helfen können, steht für die Familie häufig im Vordergrund. Der Altenpfleger Beruf dürfte in den kommenden Jahren eine hohe Nachfrage erfahren, denn die Menschen in Deutschland werden immer älter und eine kompetente Betreuung kann immer seltener in den Familien und durch die Angehörigen sichergestellt werden. Deshalb finden ambitionierte Fachkräfte hier ein Wirkungsfeld, das Entwicklungspotenzial verspricht und das für viele Jahre sehr befriedigend sein kann.

  • in Altenwohn- und -pflegeheimen
  • bei ambulanten Altenpflege- und Altenbetreuungsdiensten
  • in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern
  • in Hospizen
  • in Pflege- und Rehabilitationskliniken
  • in Privathaushalten

Verantwortlichkeiten und die Art der Tätigkeit unterscheiden sich je nach Ort der Pflege:

  • Sozialstationen und Pflegedienste versorgen Menschen in deren eigener Wohnung. Die Pflegenden kommen regelmäßig zu Besuch und unterstützen bei alltäglichen Vorgängen, z. B. bei der Körperpflege.
  • Die in Heimen lebenden Menschen leiden oft an mehreren Krankheiten gleichzeitig (Multimorbidität), sodass permanente Hilfe von ausgebildeten Pflegekräften zwingend notwendig ist.

Neben den eigentlichen Pflegeleistungen müssen Altenpfleger/innen ihre ausgeführten Arbeiten sorgfältig dokumentieren. Dies dient zur Abrechnung und der Information von Haus- und Fachärzten, anderen Pflegekräften oder weiterer, mit der Therapie befassten Personengruppen.

Diese Ausbildung ist erforderlich

Um den Altenpfleger Job ausüben zu können, ist eine Qualifikation als Pflegefachkraft erforderlich. Das kann zum Beispiel als staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in, als Krankenschwester/-pfleger oder Kinderkrankenschwester/-pfleger sein. Die Ausbildung umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. Sie sollen dazu befähigen, die Altenpfleger Aufgaben kompetent und zuverlässig zu erledigen, denn der alte Mensch kann sich häufig kaum noch selbst helfen und benötigt deshalb Unterstützung bei allen Aufgaben des Alltags und vor allem bei der Körperpflege. Deshalb kommt der praktischen Ausbildung und der direkten Arbeit mit den Senioren eine große Bedeutung zu. Um den Job als befriedigend zu erleben und um ihn viele Jahre lang ausüben zu können, sollte man eine hohe körperliche und seelische Stabilität, Ausgeglichenheit und Geduld, aber auch die Fähigkeit mitbringen, Verantwortung zu übernehmen. Initiative und Einsatzbereitschaft sowie Teamfähigkeit runden das Bild ab. Auch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, an Verschwiegenheit und Vertrauenswürdigkeit sollten gegeben sein.

So spannend ist der Berufsalltag

Der Altenpfleger Job ist außergewöhnlich abwechslungsreich. Das ergibt sich durch den direkten Umgang mit den alten Menschen. Die Durchführung der Körperpflege und die Hilfe in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten nehmen einen wichtigen Stellenwert ein. Dazu gehört auch die Versorgung bei Inkontinenz, die Mund-, Zahn-, Haar- und Nagelpflege. Bei ärztlichen Notfällen sind Sofortmaßnahmen erforderlich. Und schließlich kann auch die Erstellung einer Pflegeplanung zu den Aufgaben gehören, wobei die Fachkraft für den gesamten Pflegeprozess zuständig ist und dabei immer die jeweilige Pflegestufe zu beachten ist. Je nach Interesse kann sogar die Mitarbeit im Medizinischen Dienst der Krankenkassen anstehen, dann gehört die Erstellung von Gutachten zur Beurteilung der Pflegestufe zu den Aufgaben der Altenpflegerin/des Altenpflegers. Für langjährige und erfahrene Mitarbeiter kann sich die Chance ergeben, die Schichtleitung und die Anleitung von neuen Mitarbeitern zu übernehmen, um dadurch den Verantwortungsbereich noch zu erweitern.

 

Ein Video zum Beruf der Altenpflegerin/ des Altenpflegers finden Sie hier: http://www.berufe.tv/ausbildungsberufe/soziales-und-paedagogik/altenpfleger-in/

Freie Stellen

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Abschluss

Ausbildung zur/zum Altenpfleger/in

Arbeitsort

Pflegeeinrichtungen und -heime
Privatwohnungen der zu Betreuenden

Perspektiven

verschiedene Weiterbildungen
Studium
Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen

Altenpfleger/innen brauchen neben körperlicher und geistiger Robustheit auch soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen. Die wirtschaftlichen Aspekte der Altenpflege – beispielsweise die Abrechnung von Pflegeleistungen – erfordern außerdem Mathematik-Kenntnisse. Darüber hinaus setzt die enorm menschennahe Pflegetätigkeit hohes Kontakt- und Kommunikationsvermögen voraus.

Die Ausbildung zur/zum Altenpfleger/in ist bundesweit einheitlich geregelt. Der theoretische Teil der Ausbildung findet an Berufsfachschulen für Altenpflege statt, der praktische Teil in Altenpflege-Einrichtungen. Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre, in Teilzeit bis zu fünf Jahre. Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung.

Weiterbildung
Typische Weiterbildungen in der Altenpflege sind zum Beispiel:

  • Lehrerin/Lehrer für Pflegeberufe (Pflegepädagogik, alte Bezeichnungen: Lehrschwester, Unterrichtsschwester/-pfleger),
  • Verantwortliche Pflegefachkraft nach § 80 SGB XI
  • Geprüfte Fachkraft zur Leitung einer Pflege- und Funktionseinheit (Mittlere Ebene des betrieblichen Pflegemanagements; alte – zum Teil die geläufigere – Bezeichnung: Stations- (SL) oder Wohnbereichsleitung (WBL))
  • Geprüfte Fachkraft Gerontopsychiatrie
  • Fach(alten)pflegerin/-pfleger für (Allgemein)-Psychiatrie
  • Pflegedienstleitung (Weiterbildung bzw. Studium)

Studium

  • Studiengänge in Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft
  • Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
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