Altenpfleger Ausbildung 2017-11-22T11:29:27+00:00

Altenpfleger Ausbildung

In der Altenpfleger Ausbildung lernen die Azubis, wie alte Menschen richtig betreut und gepflegt werden. Der Altenpflegerberuf wird ambulant, im Rahmen der häuslichen Krankenpflege oder stationär ausgeübt. Neben Alten- und Pflegeheimen stellen auch Rehakliniken, geriatrische Krankenhäuser und Tagesstätten Altenpfleger/innen ein. Der Altenpflegerberuf kann aber auch freiberuflich ausgeübt werden.

Altenpfleger Aufgaben

Altenpfleger/innen übernehmen mit ihren hohen pflegerischen, sozialen und psychologischen Kompetenzen neben der medizinischen Behandlungspflege auch die sozialpflegerische und psychiatrische Betreuung älterer Menschen, die sie im Zusammenwirken mit Vertretern anderer Berufsgruppen umsetzen. Seit 1995 sind durch die deutsche Gesetzgebung die formalen Ansprüche gestiegen. Zu den Aufgaben einer Altenpflegerin/eines Altenpflegers gehört seither eine gute Planung und sehr genaue Dokumentation.

Die Art der Tätigkeit einer Altenpflegerin/eines Altenpflegers hängt maßgeblich vom Ort der Pflege ab:

Pflegedienste und Sozialstationen versorgen alte Menschen in ihrer eigenen Wohnung. Dort sind Altenpfleger/innen in der Regel nur kurz anwesend.
Altenpfleger/innen in Heimen sind mit der Multimorbidität der Insassen konfrontiert. Hinzu kommen schwere Formen der Demenz. Sie müssen daher dauerhaft (im Schichtdienst) anwesend sein.

Berufsbild der Altenpflege

Altenpfleger Aufgaben galten in Deutschland lange Zeit als Nebenaspekt der Krankenpflege. Dementsprechend wurde die Altenpfleger Ausbildung lediglich in Kurzlehrgängen absolviert. Die gegenwärtige, zeitlich und inhaltlich wesentlich umfangreichere Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger entwickelte sich nur allmählich und dabei uneinheitlich.
Das moderne Berufsbild des Altenpflegers / der Altenpflegerin entstand teilweise in Abgrenzung zur Krankenpflege. In diesem Beruf sind gegenwärtig weltweit überwiegend Frauen tätig. In Deutschland und vielen anderen entwickelten Staaten liegt der Männeranteil seit Jahren unter 20 Prozent.

Ablauf der Altenpfleger Ausbildung

Rechtsgrundlagen der Altenpfleger Ausbildung finden sich in Deutschland im Altenpflegegesetz (AltPflG, neu seit 2003) und in der dazu gehörenden Prüfungsverordnung (AltPflAPrV). Dieses Gesetz regelt die Ausbildung von Altenpflegern und -pflegerinnen seither bundesweit einheitlichVoraussetzung für eine Altenpfleger Ausbildung kann die mittlere Reife, eine andere zehnjährige Schulbildung oder die abgeschlossene Altenpflegehilfe-Prüfung sein. Bewerber mit diesem Abschluss können mit der Prüfungsnote 2,5 oder besser direkt ins zweite Ausbildungsjahr einsteigen. Die dreijährige Vollzeitausbildung kann durch Teilzeitform bis auf fünf Jahre gestreckt werden, um die 2.100 Stunden Theorie und die 2.500 Stunden Praxis zu absolvieren. Dabei gibt es folgende vier Lernbereiche:

  • Aufgaben und Konzepte
  • Lebensgestaltung alter Menschen
  • Rahmenbedingungen (juristisch und institutionell)
  • Altenpflege als Beruf

In der praktischen Ausbildung übernehmen die Auszubildenden die Pflege alter Menschen in jeglicher Hinsicht. Dazu zählen auch die Beratung, Betreuung, Begleitung und Mitwirkung bei medizinischer Diagnostik und Therapie. Entsprechend ihres Wissensstandes erledigen sie Teilaufgaben selbstständig und führen eigenständig Projekte durch. Die Fort- und Weiterbildung gilt als unerlässlich, ist aber bislang nicht gesetzlich verankert.

  • Heilpädagogik
  • Erziehung und Psychologie
  • Didaktik
  • Krankenpflege
  • Qualitätsmanagement
  • Medien
  • Pädagogik
  • Logopädie
  • Medizin
  • Musik-, Gesundheits- und Gestaltungserziehung
  • Psychomotorik
  • Neurologie und Psychiatrie
  • Praxis- und Methodenlehre
  • Sport- und Bewegungserziehung
  • Werken, Kunst und Spiel
  • Hauswirtschaft und Berufskunde
  • Jugendliteratur, Deutsch, Englisch und Kommunikation
  • Recht und Verwaltung
  • Soziologie und Sozialkunde

Freie Ausbildungsplätze

Altenpfleger Stellen

Abschluss

Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger

Arbeitsort

Alten- und Pflegeheime, Rehakliniken, geriatrische Krankenhäuser, Tagesstätten und Wohnungen der zu Pflegenden

Perspektiven

vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten
Weiterbildungen
nach absolviertem Studium: Lehrtätigkeiten und leitende Positionen

Ausbildungsstätten

VIA Berufsfachschule für Altenpflege
  • mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss
  • Körperliche und geistige Belastbarkeit
  • soziale Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen
  • hohes Kontakt- und Kommunikationsvermögen
  • Mathematik-Kenntnisse zur Abrechnung von Pflegeleistungen
  • verschiedene Weiterbildungen
  • Studium Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft
  • Fachwirtin/Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen
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Foto: istockphoto.com, KatarzynaBialasiewicz