Sozialarbeiter Ausbildung 2017-11-22T11:37:54+00:00

Sozialarbeiter Ausbildung

Sozialarbeiter/innen arbeiten an sozialen Brennpunkten. In der Sozialarbeiter Ausbildung lernen die Auszubildenden Familien und Alleinstehende, hilfsbedürftige Personen, Jugendgruppen und eine gesellschaftlich benachteiligtes Klientel zu betreuen. Zu den Sozialarbeiter Aufgaben gehören Vertretungen beim Familiengericht sowie die Betreuung der Insassen von Gefängnissen und verschiedenen Anstalten.

Voraussetzungen für eine Sozialarbeiter Ausbildung

Die Aufgaben eines Sozialarbeiters/ einer Sozialarbeiterin umfassen ein breites Spektrum und erfordern daher ein Studium. Hierfür ist das Abitur (Hochschulreife) erforderlich. Des Weiteren sollten Anwärter/innen auf eine Sozialarbeiter Ausbildung wesentliche Eigenschaften mitbringen, die für die Ausübung des Berufes unverzichtbar sind. Dazu gehören:

  • Belastbarkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Organisationstalent
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Anpassungsfähigkeit an extreme Persönlichkeiten, auch mit kriminellem Hintergrund

Die Sozialarbeiter Ausbildung sieht in Deutschland zwingend ein Studium vor. Alternativ können Interessenten eine Ausbildung als Sozialassistentin/Sozialassistent oder Erzieherin/Erzieher absolvieren. Die Ausbildung kann berufsbegleitend absolviert werden, wenn Kandidaten über die Hochschulreife verfügen. Sozialarbeiter/innen werden überwiegend von Kommunen oder Einrichtungen des Bundes angestellt, ihr Gehalt richtet sich nach dem TVöD.

Sozialarbeiter Studium

Das Sozialarbeiter Studium dauert drei bzw. vier Jahre, da die Hochschulen unterschiedliche Lehrpläne anbieten. Die Inhalte des Studiums decken folgende Bereiche ab:

  • Sozialwissenschaft
  • Humanwissenschaft
  • Methodik
  • Erziehungswissenschaft
  • Praxis und Anwendung
  • Soziologie und Psychologie
  • Recht

Die unterschiedlichen Zeiten für ein Sozialarbeiter Studium an verschiedenen deutschen Hochschulen haben einen wissenschaftlichen Hintergrund. Als Fachwissenschaft wurde Sozialarbeit und -kunde in Deutschland erst spät anerkannt, andere Staaten haben hier teilweise jahrzehntelangen Vorlauf. Die Sozialarbeit entwickelt erst in jüngerer Zeit in Deutschland ein Selbstverständnis als Profession, die auf wissenschaftlicher Basis praktische soziale Probleme löst. Darüber hinaus gibt es den weiteren Ansatz, Sozialarbeit als praktizierte Sozialpolitik zu verstehen. Aus diesen unterschiedlichen Ansätzen folgt die mehr oder weniger große Betonung einzelner Schwerpunkte während der Hochschulausbildung, die zu den unterschiedlichen Studienzeiten führt.

Unterschied zwischen Sozialarbeit und Sozialpädagogik

Schon während der Ausbildung und später in der praktischen Tätigkeit zeichnen sich diese beiden Schwerpunkte ab. Sozialpädagogik soll agieren, Angebote erstellen und deren Umsetzung initiieren. Sozialarbeit hingegen reagiert häufiger, sie interveniert nach der entsprechenden Aufforderung, wird administrativ bei Missständen tätig und leistet in gewissem Umfang Prävention gegen drohende Missstände. Neuere wissenschaftliche Ansätze verwenden den Begriff Soziale Arbeit für beide Arbeitsgebiete.

Dreifache Aufgabenstellung für Sozialarbeiter/innen

Sozialarbeiter/innen sind dreifach gefordert: Sie unterstützen ihre Klienten, kommen gleichzeitig den gesetzlichen Vorgaben des Staates nach und agieren entsprechend des eigenen Wissensstandes fachbezogen. Diese Aufgaben stehen oft in Konflikt zueinander, beispielsweise wenn sich die Interessen von Klienten und Staat widersprechen und gleichzeitig den Handlungsanleitungen nach wissenschaftlichen Vorgaben zuwiderlaufen.

Freie Ausbildungsplätze

Sozialarbeiter Stellen

Abschluss

Studium, alternativ Ausbildung als Sozialassistentin/Sozialassistent oder Erzieherin/Erzieher

Arbeitsort

Jugend-, Kinder- oder Altenheime
Organisationen, Behörden
Beratungsstellen

Perspektiven

verschiedene Spezialisierungsweiterbildungen
Weiterbildung in der Organisationsentwicklung
Fortbildung im Bereich Fachberatung

  • Hochschulreife als Voraussetzung für das Studium
  • Belastbarkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Organisationstalent
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Anpassungsfähigkeit an extreme Persönlichkeiten, auch mit kriminellem Hintergrund
  • Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen
  • Streitschlichtung
  • Problemlösung
  • Beratung und Betreuung
  • Prävention und Bewältigung von Problemen
  • organisatorische, verwaltende und planerische Arbeiten notwendig

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