Tanzpädagoge/Theaterpädagoge 2017-11-22T10:11:07+00:00

Berufe in der Bewegungspädagogik: Tanz- und Theaterpädagogin/-pädagoge

Viele Menschen tanzen leidenschaftlich gern. Dazu gehört nicht nur der Gesellschaftstanz, sondern auch der Tanz als Kunst. Tanzpädagogen und -pädagoginnen bilden Tänzer für das Theater und für Shows aus, jedoch vermitteln sie auch Tanzbegeisterten die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten. In der Bewegungspädagogik kommt es darauf an, die optimale Förderung zu leisten und den Bewegungsdrang in die richtigen Bahnen zu lenken.

Die Aufgaben von Tanzpädagogen/-pädagoginnen und Theaterpädagogen/pädagoginnen

Tanzpädagogen und pädagoginnen bilden Nachwuchstänzer aus, doch sind sie auch als Tanztherapeuten und -therapeutinnen tätig, um mit psychisch belasteten oder traumatisierten Menschen zu arbeiten und ihnen wieder Freude an Bewegung zu vermitteln, Hemmungen zu überwinden und zu einem neuen Selbstwertgefühl beizutragen. Tanzpädagogen/-pädagoginnen erarbeiten Choreographien und kümmern sich um deren Umsetzung. Sie vermitteln Kenntnisse und Fähigkeiten in den verschiedenen Genres des Tanzes, beispielsweise Bühnentanz, Gesellschaftstanz, klassischer Tanz oder Jazztanz. In der Bewegungspädagogik kommt es jedoch auch darauf an, das Ausdrucksrepertoire der Schüler/innen zu entdecken und zu erweitern sowie soziale Kompetenzen zu vermitteln. Theaterpädagogen und -pädagoginnen veranstalten Seminare und Workshops, studieren mit ihren Schülern und Schülerinnen Theaterstücke ein und führen dabei Regie. Es kommt dabei insbesondere darauf an, den Schülern und Schülerinnen die richtige Gestik zu vermitteln.

Der Beruf der Tanzpädagogen/Theaterpädagogen und deren Alltag

Die Tanzpädagogik ist ein Teil der Bewegungspädagogik, Tanzpädagogen und -pädagoginnen bilden Nachwuchstänzer für Theater, Ballett und Show aus, vermitteln jedoch auch Tanzbegeisterten, die nicht professionell tanzen möchten, die nötigen Fertigkeiten. Sie unterrichten Tanzinteressierte aller Altersstufen, darunter auch Kinder und Senioren, in den verschiedensten Tänzen. Die Bewegung wird im Rahmen der Bewegungspädagogik gefördert, als Bewegungstherapeuten und -therapeutinnen vermitteln Tanzpädagogen/-pädagoginnen das richtige Körpergefühl und eine gesunde Körperhaltung. Theaterpädagogen/-pädagoginnen ermöglichen Interessierten den aktiven Zugang zum Theater, sie betreuen insbesondere Theatergruppen. Sie arbeiten vorzugsweise mit jungen Menschen, aber auch mit Erwachsenen, die mit dem Theater ihre Persönlichkeit erweitern wollen. Sie bringen Unerfahrenen das Theater näher und nutzen das Theater als Teil der Persönlichkeitsbildung.

Tanz- und Theatertherapeuten/-therapeutinnen sind an Tanzschulen, Opernhäusern, Ballettschulen und in Musikschulen tätig. Eine Beschäftigung als Bewegungstherapeut/in ist aber auch in sozialen und therapeutischen Bereichen von Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie im Fitness- und Wellnessbereich möglich. Die Tätigkeit ist ebenfalls freiberuflich möglich. Tanz- und Theaterpädagogen und -pädagoginnen vermitteln ihren Schülern und Schülerinnen zwar auch theoretischen Lehrstoff, doch in erster Linie kommt es auf Praxisnähe an. Als Bewegungspädagogen und -pädagoginnen fördern sie die Beweglichkeit, sie tanzen vor und vermitteln die körperliche Methodik des Tanzes. Mit ihren Schülern und Schülerinnen führen Tanzpädagogen/-pädagoginnen verschiedene Übungen durch, an denen sie selbst aktiv teilnehmen.

Ausbildung zur/zum Tanzpädagogin/en bzw. Theaterpädagogin/en

Eine staatlich geregelte Theaterpädagogik Ausbildung oder Tanzpädagogik Ausbildung gibt es in Deutschland nicht, daher erfolgt die Tanzpädagogik Ausbildung häufig als Weiterbildung und berufsbegleitend. Die Kenntnisse und Fähigkeiten, die während der Ausbildung vermittelt werden, sind unterschiedlich. Ein pädagogischer Beruf, aber auch eine abgeschlossene Ausbildung als Physiotherapeut/in sind gute Grundlagen, um eine Weiterbildung in der Bewegungspädagogik zu absolvieren. Die Tanzpädagogik Ausbildung beschäftigt sich mit der Bewegungspädagogik und ist sehr praxisnah. Voraussetzungen für die Theaterpädagogik Ausbildung sind Freude am Umgang mit Menschen sowie an Bewegung, aber auch musikalisches Verständnis und Rhythmusgefühl.

Die Ausbildung kann bei privaten Bildungsträgern erfolgen, die Ausbildungsdauer ist je nach Art des Lehrgangs und des Bildungsträgers unterschiedlich. Die Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung unterscheiden sich je nach Bildungsträger. Ein Theaterpädagogik Studium wird als Aufbaustudium oder Fachhochschulstudium absolviert, es kann mit einer Diplomarbeit abgeschlossen werden. Bei einem Theaterpädagogik Studium werden künstlerische, pädagogische und soziale Aspekte vermittelt. Für die Arbeit als Bewegungstherapeutin/Bewegungstherapeut ist eine Zusatzausbildung erforderlich, da es hier auf Kenntnisse im Körperbau, aber auch auf die Berücksichtigung der individuellen Besonderheiten und auf das Einfühlungsvermögen des Therapeuten ankommt.

Freie Stellen

Stellenangebote Tanzpädagogen/Theaterpädagogen

Abschluss

Tanzpädagogin/-pädagoge bzw. Theaterpädagogin/-pädagoge

Arbeitsort

Tanzschulen, Ballettschulen, Opernhäuser, Musikschulen, soziale Einrichtungen

Perspektiven

verschiedenste Weiterbildungsmöglichkeiten
Anpassungsweiterbildungen
Erwerb des Bachelorabschlusses durch aufbauendes Studium
Selbstständigkeit

  • ausreichende Bewegungskoordination
  • uneingeschränktes Sprechvermögen
  • Beweglichkeit
  • Belastbarkeit
  • Einfühlungsvermögen und Geduld
  • Umsicht und Sorgfalt
  • Psychische Stabilität
  • Durchhaltevermögen und Leistungsbereitschaft
  • freundliches Auftreten
  • Anleiten von tänzerischen Bewegungsabläufen
  • Entwicklung von bewegungstherapeutischen Angeboten
  • Erstellung und Durchführung von Förder- und Tanzplänen
  • Ermuntern der Klienten elementare Bewegungen auszuführen, um Emotionen Ausdruck zu verleihen
  • Stärkung der Körperwahrnehmung
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